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LUXHAUS Trendblog als RSS Feed abonnierenPersönliche Lebensbegleiter
Ein Haushalt besitzt heutzutage im Schnitt ca. 15.000 Gegenstände. Da fällt es immer schwerer seiner Familie und seinen Freunden etwas zu schenken. Noch schwerer ist es, etwas Individuelles, Persönliches zu finden.
Zum Glück gibt es neben dem Massenmarkt immer mehr kleine Manufakturen und Designer, die ganz persönliche Produkte anbieten. So habe ich bei den Designers Open in Leipzig ganz wundervolle Porzellan-Kreationen bei Yvonne Penter gefunden, die zudem eine ganz poetische Note haben.
"Willkommen .." ist ein Geburts(tags)teelicht für neue Erdenbürger. Ein Willkommensgeschenk und Lebensbegleiter für Ihr eigenes neugeborenes Kind oder ein ganz wunderbares Geschenk. Ein Kerzenbehältnis aus Biskuitporzellan, in das per Hand der gewünschte Namen gestochen wird. Die Eltern können den beiliegenden roten Faden durch die Löcher fädeln, was zudem einen hohen Entspannungsfaktor hat. Vielleicht werden jedes Jahr aber einfach auch nur 2-3 Stiche eingefädelt, so dass sich das Teelicht jedes Jahr ein Stück weiter entwickelt und mehr vervollkommend, so wie der Mensch in seinem Leben. Jedes Jahr beim Geburtstag oder vielleicht sogar jeden Abend bei der Gute-Nacht-Geschichte mit Ihrem Kind könnte das Licht brennen, so dass es zu einem wunderschönen Ritual wird.
Einem Hochzeitspaar können Sie das "geehelicht" schenken. Der Name des Partners soll dabei mit dem beiliegende Faden eingefädelt werden. Am Ende werden dann die beiden Porzellanlichter per Schleife miteinander verbunden und zeigen so symbolisch das miteinander Verbundensein. Bei Kerzenschein gibt es an den Stichstellen im übrigen einen sehr schönen Leuchteffekt.
Bezugsquelle:
pennyvertone - Design für Formliebhaber
www.pennyvertone.de
Lichtträume
Die Verbindung von gewachsener alter Tradition mit modernem Design ist im Moment eine Königsdisziplin. Besonders junge Designer suchen nach ihren Wurzeln und interessieren sich wieder für traditionelle Techniken. Diese mischen sie mit dem heutigen Zeitgeist und schaffen damit Neues, nie Dagewesenes, das begeistert.
So verdedelt seit mehr als 100 Jahren, bereits in vierter Generation, Familie Murase im japanischen Arimatsu Stoffe in traditioneller und sehr aufwändiger Handarbeit. "Shibori" heißt die Verdedlungstechnik, mit der in Japan seit über 400 Jahren Textilien in Handarbeit bearbeitet werden. Shibori bedeutet übersetzt "wringen, pressen, drehen". Die Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Farben und Strukturen sind bei dieser Technik dabei nahezu unbegrenzt.
Hiroyuki Murase, der älteste Sohn der Familie, kam 2002 nach Europa und studiert seitdem Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Hier begann er erste Schals aus den von seiner Familie verdelten Stoffen zu entwerfen - die heutige Linie Suzusan Accessoires. Dann folgten Leuchten, wunderschöne Lichtobjekte, die durch die handveredelten dreidimensionalen Stoffe eine ganz besondere Ausdruckskraft haben - Suzusan Luminaires. Da nicht nur der Stoff in Handarbeit veredelt wird, sondern die ganze Leuchte von Hand gefertigt ist, ist jede ein Einzelstück - so kann Suzusan sogar flexibel auf Sonderwünsche eingehen.
Lampen sind mehr als Lichtspender. Sie sind wichtiges dekoratives Element im Raum und sollten auch so ausgesucht und behandelt werden.
Kontakt:
www.suzusan-shibori.com
Kabelsalat
Lange wurden im Design Dinge versteckt, die man für den Gebrauch des Produktes essentiell braucht, die für das Design aber eher eine untergeordnete Rolle gespielt hatten - so das Kabel bei einer Leuchte. Nun gehen die Designer spannende neue Wege und nehmen genau diese essentiellen Dinge in den Fokus und gestalten diese, um zu neuen Designaussagen zu kommen.
So wird das Kabel einer Leuchte nicht mehr als notwendiges Übel und “ach, das brauchen wir ja auch noch” an die Leuchte angebracht und der Besitzer versteckt es später in seinem Wohnraum unter dem Teppichboden - das Kabel wird zum entscheidenden Gestaltungselement der Leuchte.
Fremdform strickt in mühevoller Handarbeit mit Besenstiel-artigen Stricknadeln seine “Käte” aus vielen Metern Kabel. Da Kabel nicht besonders geschmeidig sind, ist dies Männerarbeit. Jedes Teil ist dabei ein Unikat und die Modelle und Preise variieren je nach verstrickter Kabellänge.
Die Inspiration von “Poly” sind die bei der Produktion zufällig anfallenden “skulpturalen” Polyethylen-Überreste. Eine Optik, wie wenn man um ein Gestell ein Kabel wild drum herum wickelt.
Da bin ich ja mal gespannt, wie mein nächster Computer aussieht, wenn Platinen, ICs, Kühlrippen usw. nicht mehr in der Kiste versteckt verschwinden sondern als Gestaltungselemente dienen.
Kontakt:
Fremdform, www.fremdform.de
d-Vision, www.d-vision.co.il

links, mitte: Fremdform / rechts: d-Vision
Eau de Grass
Australische Wissenschaftler haben entdeckt, dass beim Schneiden von Gras und grünen Blättern Chemikalien freigesetzt werden, die Stress-reduzierende Eigenschaften haben. Daraufhin haben Sie den Raumduft “Eau de Grass” entwickelt. Das Spray riecht wie frisch geschnittenes Gras und soll die Träger glücklicher und weniger gestresst machen.
Ein bisschen Grün ins Haus holen, kann dabei aber auch nicht schaden und es muss ja nicht immer eine Topfpflanze sein. Neue ungewöhnliche grüne Ideen, wie man es bis jetzt noch nicht kennt oder gesehen hat, kommen da auf uns zu.
Begrünte Wände haben wir zwar schon gesehen, aber mit Moosfliesen kann sich nun jeder völlig unkompliziert seine Wände sogar mit einem Muster begrünen frei nach dem Motto “Real Green, ready to install, without gardening”. Egal ob Wohnraum oder Dusche, alles woran Fliesen geklebt werden können ist so mit Moos begrünbar.
Vielleicht möchten Sie aber Lampen oder dekorative schwebende Graskugeln aus Echtgras. Dies ist dank “Grassland” möglich. Die Objekte und Rauminstallationen aus getrocknetem Gras sind naturbelassen oder mit rasengrün lackiertem Gras erhältlich - giessen überflüssig.
Green Living in modernem Urban-Look ist angesagt.
Kontakt:
Benetti Stone Philosophy, www.benettistone.com
grassland, www.grassland.eu

links: mosstile, Benetti Stone Philosophy / mitte, rechts: grassland
Ne dicke Masche riskieren
In der Designlandschaft wird kräftig gestickt, gehäkelt und gestrickt.
Nicht nur Frauen legen dabei Hand an, sondern auch Männer wagen sich an die traditionellen Handarbeiten. Manches Mal sind die kräftigen Arme der Männer auch dringend nötig, wenn mit Besenstil-artigen Stricknadeln Arm-dickes Garn zu neuen Objekten der Begierde verstrickt wird.
Teppiche für den Boden, Sitzmöbel, Kissen, Schüsseln, Lampen, alles erhält ein Maschenkleid und wirkt trotzdem extrem stylisch und modern. Zum einen geben die extrem großen Maschen den Gestricken eine avantgardistische Note und zum zweiten sind die Farben oft sehr reduziert - viel Weiß und zarte Pastelle. Und dann sind es ja auch nicht gerade übliche Produkte für Maschen.
Mit verschiedenen Materialien und gestrickten Maschen kann sich “Nomadic Land” in seinem Erscheinungsbild an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers anpassen. Wer es kuschelig mag bekommt eine flauschige Lampe, wer es cleaner mag eine aus glattem glänzenden Garn.
“Cloud Stool” ist inspiriert von der flexiblen und sanften flauschigen Struktur einer Wolkenlandschaft. Eine Wolke kann einzeln auftreten oder sicher zu einer Gruppe verbinden. So gibt es den “Cloud Stool” auch einzeln und in unterschiedlich großen Gruppen. Aufgrund der Unregelmäßigkeit, Wandlungsfähigkeit und den feinen Unterschieden ist jeder “Cloud Stool” anders - wie eben auch in der Natur jede Wolke seinen eigenen Charakter hat.
Wer nicht stricken kann, sollte es also schnellstens lernen bei der Oma, im VHS-Kurs oder im Strickcafé - denn wenn selbst Stilikonen wie Sarah Jessica Parker, Julia Roberts, Cameron Diaz und Russel Crowe in der Öffentlickeit ihre Nadeln schwingen, dann können wir das auch.
Kontakt:
Bauke Knottnerus, www.baukeknottnerus.nl
Zimmer 14, www.zimmer14.com
Studio Joon & Jung, www.joonjung.com

links: Bauke Knottnerus / mitte: Zimmer 14 / rechts: Studio Joon & Jung

