Leben im LUXHAUS: der Bauherrn-Report
LUXHAUS Baukolumne als RSS Feed abonnierenLieferung von nah bis fern
Eine Entfernungszuschlag liegt LUXHAUS fern
Das schöne am LUXHAUS-Angebot ist, das man weiß, woran man ist: Wer die Baubeschreibung aufmerksam durchliest, wird von keinen versteckten Kosten überrascht - es sei denn, er entscheidet sich dann doch spontan für goldene Wasserhähne. Keine versteckten Kosten - und wie beim Mobilfunkanbieter mit der lustigen Werbung: auch kein verstecktes Lama.
Wussten Sie übrigens, dass Ihr LUXHAUS erst wenige Tage vor dem Aufstelltermin überhaupt gefertigt wird? Um Kosten für das Unternehmen und somit auch für den Kunden zu sparen, produzieren die Franken nicht auf Lager, sondern sozusagen „on demand". Und dann geht es auf die Reise. Bei LUXHAUS ist natürlich auch der Transport des Hauses, verteilt auf mehrere LKW - selbstverständlich - inklusive, es sei denn, sie wollen auf Helgoland bauen...
So selbstverständlich ist das übrigens nicht bei jedem: Als im Nachbarort jüngst ein Fertighaus aufgestellt wurde, da schaute ich natürlich neugierig mal vorbei, wobei mir die Firma gar nichts sagte. Fluchs mal gegoogelt klickte ich mich sich wissensdurstig durch den Onlineauftritt des Unternehmens und stieß auf eine überraschende Information: Da gibt es einen Entfernungszuschlag, der fällig wird, wenn man mehr als 50 Kilometer vom Firmensitz entfernt baut. Und der schlägt mit 8 Euro bei Häusern ohne und sogar 11,50 Euro bei solchen mit Keller zu Buche. Schwupps kostet dieses Haus schon mal „ein paar" Euro mehr! Dafür bekommt man mindestens einen vergoldeten Wasserhahn...
Gebaut für kommende Generationen
Oder: Auch ein Holzhaus ist massiv!
Zugegeben: Die Überschrift ist geklaut - aus einer Beilage unserer Tageszeitung mit dem Titel „Haus + Garten 2012". In dem Artikel ging es übrigens darum, dass sich Massivbauweise auszahlen würde: „dank guter Ökobilanz und Langlebigkeit". Abgesehen davon, dass der journalistische Wahrheits-Anspruch einer anzeigenfinanzierten Beilage immer gerne zugunsten der Aussagen zahlender Werbekunden zurücktritt, versuchte der Artikel, das Massivhaus gegenüber einem Fertighaus in Holzständer-Bauweise über den Klee zu loben.
Demnach sind Stein für Stein gemauerte Häuser „robust und langlebig". In der Tat verlassen wir bei jedem lauen Lüftchen unser LUXHAUS und suchen den nächstgelegenen Bunker auf. Als ob ein modernes Haus aus Holz sofort zusammenbrechen würde - wir sind schließlich nicht in den USA mit ihren Sperrholz-Bauten! LUXHAUS orientiert sich schließlich am jahrhundertealten - und beständigen! - Fachwerkhausbau der mittelfränkischen Heimat.
„Gemauerte Häuser sind in", wird Reiner Pohl vom Infozentrum Massiv Main Haus e.V. zitiert. Was soll er auch anderes sagen, wenn er seinen Job behalten will!? Interessant sind aber die Argumente: Neben der Robustheit werden die geringen Nebenkosten, die Wertbeständigkeit und die Brandsicherheit angeführt. Belegen soll dies eine Studie der TU Darmstadt (die ja auch irgendwer in Auftrag gegeben und finanziert hat?).
Nun ist es aber so, dass beispielsweise ein LUXHAUS hier locker mithalten kann: Beim Brandschutz werden mit der Feuerwiderstandsklasse F90B Spitzenwerte erreicht, LUXHAUS gibt 30 Jahre Garantie auf die Holzkonstruktion und durch die eigens entwickelte Climatic-Wand übertrifft man die Energieeffizienz eines Steinhauses. Lobbyist Pohl behauptet außerdem, dass eine Holzwand 72 cm dick sein müsse, um so gut wie eine ca. 36 cm dicke Wand in moderner Massivbauweise zu dämmen - die Climatic-Wand von LUXHAUS ist übrigens „nur" 33 cm dick. Und hält. Und dämmt.
Ergo: Massivhäuser sind sicherlich massiv und schön und gut. Aber Fertighäuser in Holzständer-Bauweise, wie sie LUXHAUS anbietet, stehen ihnen in puncto Energieverbrauch, Robustheit, Feuerschutz und Langlebigkeit in nichts nach. Im Gegenteil. Warum sonst hätten wir wohl so gebaut?
Einladung zum Tag der offenen Tür
Ein Besuch am Sonntag, den 6. Mai 2012 lohnt sich!
Nicht nur ein Mal im Jahr öffnet LUXHAUS seine Tore: Wer sich für dieses Unternehmen entscheidet, bekommt seine ganz persönliche Führung und kann hier „work in progress" erleben. Aber auch am 6. Mai lohnt sich der Besuch im mittelfränkischen Georgensgmünd, denn am „Tag der offenen Tür" informiert LUXHAUS interessierte Bauherren und -frauen in spe darüber, was die wortwörtlich „eigenen vier Wände" so alles zu bieten haben.
Informative Werksführungen in kleinen Gruppen sowie Besuche in der Boutique, in der man Anregungen für die Bemusterung bekommt, ein Rundgang durch das Musterhaus vor Ort und ein Hausaufbau in Echtzeit im nahegelegenen Baugebiet, zu dem ein Shuttle-Service eingerichtet ist, lassen keine Fragen offen. Und falls doch, stehen die Mitarbeiter von LUXHAUS bereit, um ausgiebig über das Unternehmen und seine Leistungen aufzuklären.
Ein Lehrpfad lüftet die Geheimnisse der komplexen Haustechnik und macht diese auch für den Laien transparent. Gleiches gilt für die integrierte Messe, auf der sich die Partner von LUXHAUS präsentieren: Intensiver und kompakter als hier wird man über die angebotenen Türen, Fenster, Heizungen oder Dachziegel nirgendwo informiert.
Langeweile kann also gar nicht aufkommen - auch nicht bei den kleinen Gästen, denn das abwechslungsreiche Familienprogramm beinhaltet natürlich auch ein attraktives und unterhaltsames Angebot für die Jüngeren. Für kostengünstige Verpflegung ist ebenfalls gesorgt, so dass ein Besuch an diesem Sonntag nicht nur viel Wissenswertes vermittelt, sondern vor allem zum inspirierenden Erlebnis werden kann.
Wer schreibt, bleibt
Was eine Bau-und Leistungsbeschreibung erzählt
„Wer schreibt, bleibt - wer spricht, nicht!", sagt ein in Juristenkreisen beliebtes Sprichwort, das einem ins Stammbuch reimt, man möge doch Verträge bitte schriftlich abfassen, da ein Handschlag, mag er noch so ehrenwert sein, vor Gericht nun mal anfechtbar ist. Das geschriebene oder gedruckte Wort hingegen gilt.
Auch der Häuslebauer in spe sollte sich auf aussagekräftige Unterlagen beziehen können, wenn er sich seinen Partner aussucht. Hierfür bieten die Firmen „Bau-und Leistungsbeschreibungen" an, die, mal aufwändig produziert, mal auf gerade mal vier DIN A4-Seiten verfasst [sic!] informieren, was denn alles beim Bau geleistet wird.
Mit diesen Bau- und Leistungsbeschreibungen kann man übrigens sehr gut im Vorfeld eingrenzen, wer als Partner in Frage kommt. Wichtig ist, dass dem Interessenten klar wird, was alles im Paket inbegriffen ist und was in seinen Verantwortungsbereich fällt. Das geschieht meist mit dem schönen Wörtchen „bauseits", das aussagt: Hier muss der Bauherr selbst ran und nicht etwa die Baufirma.
Mit mehreren Bau- und Leistungseschreibungen kann man sich die verschiedenen Angebote recht gut tabellarisch gegenüberstellen, um am Ende den besten Anbieter auszuwählen. Im Vorwort der eigenen „Bau-Beschreibung" - die Leistung ist hier bereits impliziert - rät Firmenchef Alexander Lux, man solle sich Zeit nehmen, um alles in Ruhe zu erfassen: die Außen-, Innen-, Giebel- oder Installationswände, das Dach und seine Entwässerung, die Haustür, die Fenster und Rollläden, die Treppe, Themen wie Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallation sowie Fußböden, Wandfliesen und Malerarbeiten.
Nicht umsonst entdeckt man auf Seite 7 einen wertvollen Tipp: eine Lupe, die einen wichtigen Satz vergrößert: „Hier sollten Sie ganz genau vergleichen!" Schließlich sagt auch das Sprichwort: „Vorsicht ist besser als Nachsicht"...
Arbeitslose Dübel
Oder: Wo kriege ich einen Bären her?
„Gar nicht übel, sprach der Dübel und verschwand in der Wand." Diesen Reim aus Kindertagen kann man in einem LUXHAUS eigentlich getrost vergessen, denn jenes Bauelement zur Befestigung einer Schraube in Wänden oder Decken ist hier nahezu unnötig.
Wer in seinem LUXHAUS ein Bild aufhängen möchte, braucht dazu einen Hammer und einen Nagel; für etwas schwerere Objekte empfiehlt sich natürlich eher eine Schraube samt Dreher - mehr aber nicht! Selbst Küchenmöbel kann man mühelos mit einem Gewinde an der Wand befestigen, ohne Dübel zu benötigen.
Die hohe Stabilität der LUXHAUS-Wände von rund 500 Kilogramm Tragkraft pro Schraube beruht auf der Massivverleimung. Somit kann man eigentlich ein Klavier mit einem Bären drauf aufhängen, auch wenn der LUXHAUS-Werbeslogan aus früheren Tagen die Beschaffungsproblematik eines Meisters Petz ausklammerte.
Die Climatic-Wand, der wir uns bereits in der Kolumne vom 14. März 2012 gewidmet hatten, besteht innen aus einer OSB-Holzwerkstoff-Platte (12 Millimeter) und einer Gipsbauplatte (9,5 Millimeter); beide zusammen sind also über zwei Zentimeter stark und bieten somit jeder Schraube genügend Halt.
Runtergefallen ist bislang weder das Klavier noch der Bär...
Haus mit Goretex-Jacke
Wohlfühl-Klima dank der eigenen Climatic-Wand
In einem Interview führte Geschäftsführer Alexander Lux als wichtigsten Unterschied seines Unternehmens zu seinen Mitbewerbern die diffusionsoffene Wand an, schließlich wirbt LUXHAUS als „Nr. 1 in der Climatic-Wand-Technologie", hat man diese doch als erstes Unternehmen im industriellen Stil angeboten und gebaut. Zwar war man nicht der Erfinder, aber die eigene Bauweise wurde über Jahre in Kooperation mit dem renommierten Frauenhofer-Institut und dem Institut für Baubiologie in Rosenheim entwickelt und wird seit zehn Jahren in Serie produziert.
Doch wie funktioniert diese Wand-Technologie, deren Aufbau man hier im Netz schematisch nachvollziehen kann: Unter der Wandfarbe oder Tapete innen fängt es mit einer Gipsbauplatte an und geht mit einer OSB-Platte und Mineralwolle weiter, die mit einer Dicke von 240 Millimetern zwischen dem Konstruktionsvollholz und der anschließenden 60 Millimeter starken Holzfaserdämmplatte sitzt. Auf diese wird ein Armierungsgewebe aufgetragen, dann ein Grund- und schließlich ein Edelputz - fertig ist die Climatic-Wand. Die Gesamtstärke der massivverleimten Wand beträgt rund 33 Zentimeter.
Vergleichbar ist dieser Aufbau am besten mit dem Effekt einer Goretex-Jacke: Die diffusionsoffene Wand bietet zum einen ein angenehmes Raumklima und zum anderen einen perfekten Schutz gegen klimatische Einflüsse von außen: Die winterliche Kälte bleibt genau so draußen wie die sommerliche Hitze. Dabei kann dank fehlender Folien oder Styropor-Platten die überschüssige Feuchtigkeit von innen nach außen geleitet werden, ohne dass die Wand dabei beeinträchtig wird. Ständiges Lüften wird unnötig - gerade in der kalten Jahreszeit wegen der hohen Wärmeverluste ein Plus.
Und sie hat noch einen großen Vorteil, diese Climatic-Wand: Neben ihrem hohen Brandschutz ist sie mit einem U-Wert von 0,14 mit allen Förderprogrammen kompatibel; dieser Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil nach außen abgegeben wird und ist damit ein Maß für die Wärmedämmung eines Bauteils: Je kleiner der U-Wert, umso besser ist die Dämmung. Dank dieser überzeugenden Eigenschaften und dem dadurch extrem geringen Energiebedarf spart die Climatic-Wand Tag für Tag bares Geld und leistet durch die Verwendung von Holz mit seiner optimalen CO2-Bilanz gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
Bislang zwei Sommer und Winter im eigenen LUXHAUS haben die Werbung bislang keine Lügen gestraft...

