Steinfensterbänke
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Die Tür hinter sich schließen, den Lärm der Welt draußen lassen … Für viele gehört das zum Traum vom eigenen Haus. Tatsächlich ist Schallschutz ein wesentlicher Faktor von Wohnqualität und Wohngesundheit. Was man als Lärm empfindet, ist allerdings ganz subjektiv. Während die einen neben tobenden Kindern oder wummernden Bässen konzentriert arbeiten können, fühlen andere sich schon durch Gespräche in Zimmerlautstärke oder eine laufende Waschmaschine erheblich gestört. Auch Straßenlärm, auf den man wenig Einfluss hat, kann auf Dauer belastend sein oder sogar den Schlaf rauben. Wer ein Haus bauen möchte, denkt also am besten schon früh darüber nach, wie sich die eigenen vier Wände als Ruhezone gestalten lassen.
Wir haben die LUXHAUS „Schallexperten“ gefragt, was man von Anfang an in Sachen Schallschutz bedenken sollte und welche Rolle die Konstruktionsweise eines Hauses dabei spielt.
Wenn es um Schallschutz beim Wohnen geht, sind zwei verschiedene Arten von Schall relevant: Luftschall und Trittschall.
Hier wird es etwas technisch. Prinzipiell gilt: Je schwerer oder biegeweicher das Material ist, desto weniger wird es zum Schwingen angeregt und desto weniger Schall kann es in den nächsten Raum weiterleiten. Bei zu hohem Gewicht des verwendeten Materials (zum Beispiel bei Betondecken) hat man hinsichtlich der Tragfähigkeit keine Reserven.
Bei Leichtbauweise wird das geringere Gewicht, das prinzipiell eine stärkere Schwingung begünstigt, durch das sogenannte „Masse-Feder-Masse-Schwingungssystem“ kompensiert. Das bedeutet, dass zwischen zwei Schalen höherer Masse ein für die Akustik nachgiebiger Abstand (eine so genannte „Feder“) angeordnet wird. Diese Feder dämpft die Schallwellen beim Durchgang zum nächsten Raum.
Bei einer Schallschutz-Wand, wie wir sie in der LUXHAUS Konstruktion haben, sind die Masseschalen die Beplankungen aus OSB- und Gipsplatten und die Feder der Balkenabstand mit der Gefachdämmung.
Bei der Schallschutz-Decke sind die Masseschalen der Fußbodenaufbau auf der Decke und die abgehängte Gipsplatte unter der Decke. Die Federwirkung resultiert vorwiegend aus der Deckenabhängung.
Solche Systeme sind hinsichtlich des Schallschutzes in perfekter Kombination „einstellbar“. Sie können den Schallschutz von Massivbauteilen übertreffen.
Der wesentliche Vorteil der LUXHAUS Konstruktion gegenüber dem klassischen einschaligen Aufbau liegt in der Installationsebene und der abgehängten Unterdecke. Damit baut man zusätzliche Schalen zum eigentlichen Bauteil auf, die eine weitere Barriere für den Schalldurchgang bedeuten.
Die Bauteile wurden beim Institut für Bautechnik in Rosenheim geprüft. Für den Schalldämmwert der Wand wurden 50 dB, für die Decke 68 dB im Luftschallschutz und 52 dB für den Trittschallschutz erreicht. Das heißt, dass in der Gesamtkombination aus Wand und Decke der Schall viel länger braucht, um in den Raum darunter gelangen zu können. In der Wahrnehmung der Bewohner bedeutet das gegenüber dem einschaligen System eine Halbierung der Lautstärke.
Neben dem Schallschutz durch die Bauweise eines Hauses bieten sich weitere Maßnahmen an, die in erster Linie den Luftschall reduzieren und dadurch zu mehr Wohnkomfort und Wohngesundheit beitragen.
Um den Schallschutz für Ihr Bauvorhaben im Hinblick auf Ihr individuelles Ruhebedürfnis zu optimieren, gibt es zahlreiche Ansatzpunkte. Von der Planungsphase bis zur Inneneinrichtung müssen Sie in puncto Schalldämmung viele einzelne Entscheidungen treffen. Lassen Sie sich frühzeitig von unseren Schallschutzexperten beraten, wie Sie aus der Vielfalt der Maßnahmen die richtigen auswählen und diese sinnvoll zu Ihrer maßgeschneiderten Ruhe-Oase kombinieren.