Optimale Luftfeuchtigkeit
Behagliches Wohlfühlklima entsteht dann, wenn Luftfeuchtigkeit und Temperatur zum persönlichen Wohlbefinden in...
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt kontinuierlich für den Austausch von Innen- und Außenluft. Bei der Auslegung wird üblicherweise mit einer Luftwechselrate von etwa 0,4 bis 0,5 pro Stunde gearbeitet. Dadurch werden CO₂, Feuchtigkeit und weitere Luftbestandteile regelmäßig aus den Innenräumen abgeführt und frische Außenluft zugeführt. So trägt die Lüftungsanlage zu einer ausgewogenen Innenraumluftqualität und einem angenehmen Wohlfühlklima bei.
Um eine gewisse Raumluftqualität zu gewährleisten, muss ein regelmäßiger Luftwechsel stattfinden. Dies erweist sich in der Praxis ohne Lüftungsanlage als schwierig, wenn Sie außer Haus arbeiten, einkaufen oder unterwegs sind. Dank einer kontrollierten Wohnraumlüftung wird ca. alle 2 Stunden die verbrauchte und feuchte Luft ausgetauscht.
Die Aussage, man dürfe die Fenster in Häusern mit einer Lüftungsanlage nicht mehr öffnen, ist übrigens nicht richtig. Selbstverständlich dürfen Sie auch weiterhin für Ihr Wohlgefühl oder aus Gewohnheit die Fenster öffnen - der Lüftungsanlage schadet das nicht. Ideales Lüftungsverhalten bedeutet allerdings, per Lüftungsanlage nur in einer geschlossenen Hülle zu lüften.
Grundlegender Unterschied zwischen den beiden Technologien ist die Position und die Art der Luftverteilung.
Während ein zentrales Gerät i.d.R. im Technikraum platziert ist und über ein Luftverteilsystem (runde Leitungen im Fußboden- und Wandaufbau) in den jeweiligen Raum transportiert wird, ist ein dezentrales Gerät direkt in dem zu belüftenden Raum platziert. Die Frischluftansaugung (Außenluft) und auch der Abtransport der verbrauchten Luft (Fortluft) erfolgt bei einem zentralen Gerät über zwei Wandöffnungen im Technikraum, während dies bei einem dezentralen Gerät der Austausch über eine Wandöffnung pro zu belüftendem Raum erfolgt.
Eine Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Luft erfolgt bei beiden Geräten über einen Wärmetauscher, welcher zwischen Fort- und Außenluft sitzt und über Lamellen berührungslos Wärme an die frische Luft abgibt. Auch die prozentualen Anteile der Wärmerückgewinnung sind in der Regel in einem ähnlichen Bereich.
Wesentliche Unterschiede sind die Kosten, die Geräuschentwicklung und die Art der Belüftung.
Auf Basis dieses Vergleiches wird deutlich, warum bei LUXHAUS ein dezentraler Lüfter eher als Notlösung für baurechtliche oder logistische Anforderungen herangezogen wird und die zentrale Lüftung nach wie vor als die ideale Wahl betrachtet.
Bei Fensterlüftung heizt man buchstäblich die Energie aus dem Fenster, die Wärme geht unwiederbringlich verloren. Bei einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hingegen werden ca. 80% dieser Energie sichergestellt und der Frischluft wieder zugeführt. Nicht ohne Grund gehören diese Anlagen zur Energiespartechnik eines modernen Hauses.
In Zeiten von Fußbodenheizungen (Niedertemperaturheizungen) handelt es sich zusätzlich noch um ein energiesparendes, aber träges System, in welchem eine Wiederaufheizung eines Raumes entsprechend Zeit in Anspruch nimmt. Führt man also eine Fensterlüftung durch, ist der Energieaufwand und Zeitaufwand entsprechend höher den Raum wieder auf Komforttemperatur zu bringen.
Die Investitionskosten zur Anschaffung eines Lüftungsgerätes sind abhängig von der Größe des Grundrisses und der mit einhergehenden Fördermöglichkeiten (KfW). Somit lassen diese sich nur individuell beziffern. Für ein durchschnittliches kleines Einfamilienhaus liegen diese aber in der Regel bei rund 13.000 – 14.000 €.
Wenn es um die laufenden Kosten geht muss man zwei Dinge betrachten. Einmal die Wartungs- und einmal die Betriebskosten. Die Wartungskosten liegen in der Regel bei rund 300 – 400 €/Jahr inkl. Filterwechsel, Reinigung der zentralen Anlage etc. Die Betriebskosten sind hier schwerer zu betiteln, da diese immer mit den ersparten Energiekosten durch die ausbleibende Fensterlüftung und die integrierte Wärmerückgewinnung abzuwägen sind. Der Stromverbrauch eines Lüftungsgerätes (zwei Lüfter) liegt aber in der Regel bei rund 200-400 kWh/Jahr, dies fällt zusätzlich an Stromkosten an. Je nach Nutzerverhalten kann diese Energiemenge in Wärmeenergie gerechnet, aber ohne Probleme durch die Wärmerückgewinnung und die erhaltene Wärmeenergie im Haus beim Heizen eingespart werden. Aber auch das hängt sehr stark vom individuellen Grundriss und Verhalten des Bauherren ab.
Viele Menschen legen Wert auf ein angenehmes Wohnumfeld und beschäftigen sich zunehmend mit der Qualität der Innenraumluft. Für Personen mit Pollenallergien kann dabei auch die Art des Luftaustauschs eine Rolle spielen.
Kontrollierte Wohnraumlüftungen sind mit Filtern ausgestattet, die – abhängig von der eingesetzten Filterklasse – Partikel aus der Außenluft zurückhalten können. Dazu können beispielsweise Pollen oder Feinstaubpartikel zählen. Gleichzeitig sorgt die Anlage für einen kontinuierlichen Luftaustausch, ohne dass dafür regelmäßig die Fenster geöffnet werden müssen.
Damit die Filterleistung erhalten bleibt, sollten die Filter gemäß den Herstellerangaben regelmäßig kontrolliert und gewechselt sowie die Anlage fachgerecht gewartet werden.
Ein weiterer Vorteil des kontinuierlichen Luftaustauschs: Feuchtigkeit kann aus den Innenräumen abgeführt werden. In Verbindung mit einem angemessenen Nutzerverhalten kann dies dazu beitragen, erhöhte Raumluftfeuchtigkeit zu reduzieren und das Risiko von Feuchteschäden oder Schimmelbildung zu verringern.
Sie laden gerne Freunde und Familie ein? Dann dürfte Ihnen das ständige Öffnen und Schließen der Fenster bekannt vorkommen.
Mit einer Lüftungsanlage kommt es selbst bei einer großen Gästeanzahl weder zur stickigen Luft noch zu Zugluft. Die verbrauchte Luft wird langsam ausgetauscht, sodass es nicht "zieht". Die Intensität der Lüftung kann je nach Belegung des Hauses auch jederzeit gesteigert werden um einen besseren Lüftungseffekt zu erzeugen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass besonders im heißen Sommer die Fenster in der Nacht nicht geöffnet werden müssen. So steht einem ruhigen Schlaf, ohne Straßenlärm und Insekten, nichts im Wege.
Die Lüftungsanlage sollte in jährlichem Abstand durch einen Fachmann gewartet werden. Was regelmäßig durch den Bauherren erfolgen kann, ist der Filterwechsel und eine Grundreinigung des inneren Anlagengehäuses. Dies sind einmal die Punkte, welche innerhalb eines Jahres, je nach Luftbelastung, 4-6 mal zum Tragen kommen. Die in Augenscheinnahme der Filter gibt dem Nutzer aber ein Gefühl dafür, wann ein Wechsel erforderlich ist (unabhängig des empfohlenen Turnus). Bei einem Filterwechsel sind die Filter im Gerät und die an den Abluftventilen im Haus auszutauschen. Hier gibt es herstellereigene Filterpakete die einen Tausch zum Kinderspiel machen.
Die häufig gestellte Frage der Reinigung des Verteilsystems eines zentralen Gerätes lässt sich folgendermaßen beantworten. Eine Lüftungsanlage ist immer so hygienisch und sauber wie sein Nutzer. Erfolgt eine regelmäßige Wartung und ein regelmäßiger Filterwechsel ist auch eine Verschmutzung des Leitungssystems quasi ausgeschlossen. Da unsere Anlagen Abluftfilter an den Raumventilen besitzen, kann auch hier kein Schmutz in das System geraten. Trotz alle dem sollte man das Ganze kontrollieren. Somit ist die Empfehlung nach 10-15 Jahren Betrieb einmal eine Sichtung der Anlage (Kamerabefahrung relevanter Stellen) machen zu lassen, um sicherzustellen, dass keine Verschmutzung vorliegt.
Alles neben dem Filterwechsel (Reinigung der Lüfter etc.) sollte einem Fachmann in einer jährlichen Wartung überlassen werden.
LUXHAUS arbeitet im Bereich der zentralen Lüftungsanlagen mit dem Hersteller Helios und im Bereich der dezentralen Geräte mit dem Herstellen Dimplex zusammen. Die Partnerschaft mit Helios ist eine langjährige und die Anlagen haben sich im Bereich Wartung, Lebensdauer und Betriebssicherheit bewehrt.
Wir sagen ja. Denn ein regelmäßiger Luftaustausch ist ein wichtiger Baustein für ein angenehmes Wohlfühlklima. Während wir bei Lebensmitteln und Trinkwasser ganz selbstverständlich auf Qualität achten, wird die Raumluft im Alltag häufig weniger bewusst wahrgenommen.
Dabei verändert sich die Luftqualität durch die Nutzung der Räume kontinuierlich. Menschen geben CO₂ und Feuchtigkeit an die Raumluft ab, hinzu kommen Gerüche sowie flüchtige organische Verbindungen (VOC), die beispielsweise aus Möbeln und anderen Einrichtungs- und Alltagsgegenständen freigesetzt werden können.
Regelmäßiges Lüften sorgt dafür, dass verbrauchte Raumluft gegen frische Außenluft ausgetauscht wird. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung übernimmt diesen Luftwechsel kontinuierlich und bedarfsgerecht – unabhängig davon, ob die Fenster regelmäßig geöffnet werden. Gleichzeitig kann überschüssige Feuchtigkeit aus den Räumen abgeführt werden.
Deshalb empfehlen wir den Einsatz einer Lüftungsanlage als Bestandteil eines ausgewogenen und angenehmen Wohlfühlklimas.
Ihr regionaler Ansprechpartner unterstützt Sie zudem bei allen Fragen rund um die Lüftungsanlage.