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Erholsamer Schlaf im eigenen Zuhause

Schlafzimmer einrichten | Teil 1

Erholsamer Schlaf ist wichtig für das eigene Wohlbefinden und auch die eigene Leistungsfähigkeit. Das Wohnumfeld hat dabei einen nicht unerheblichen Anteil an der Qualität des Schlafes. Betrachten wir daher den Einfluss der Einrichtung - insbesondere des Schlafzimmers - und tauchen zunächst tiefer in das Thema Schlaf ein.

Die Funktion des Schlafes zur Regeneration für Körper und Geist gleicht dem Aufladen eines Akkus.

Es geht in diesem Blogbeitrag um vielmehr als nur das Thema Schlaf. Was macht ein Schlafzimmer „schlaffreundlich“. Welche Aspekte kann ich bei der Neuplanung eines Schlafzimmers oder der Umgestaltung des Schlafraumes mit einfließen lassen, um dem Raum „schlaffreundlich“ zu gestalten.

Als kleiner Tipp an dieser Stelle: Das Schlafzimmer sollte nur zum Schlafen und für Sex genutzt werden. Ein Schlafzimmer ist kein Arbeitszimmer und auch kein Bügelzimmer.

Das Schlafverhalten

Schlaf ist eine der wichtigsten Verhaltensformen von Menschen und Tieren, auch wenn wir unterschiedlich schlafen. Delphine schlafen zum Beispiel immer nur mit einer Gehirnhälfte und Albatrosse schlafen sogar im Flug. Auch wir Menschen haben je nach Lebenssituation ein unterschiedliches Schlafverhalten. So schlafen Mütter nach der Geburt eines Kindes nicht mehr so tief wie davor und ältere Menschen brauchen ca. 30 Minuten weniger Schlaf als Menschen in der sogenannten Rushhour des Lebens.

Obwohl wir uns im Schlaf sehr wenig bewegen, nicht ansprechbar oder bei Bewusstsein sind, so riechen, hören und fühlen wir trotzdem auch in dieser Phase.

Schlaf ist kein gleichbleibender monochromer Zustand, es werden 4 verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Schlaftiefen und -längen durchlaufen. Die Reise durch die Nacht wird immer - wie eine Melodie - begleitet durch rhythmisch auftretende Schlafzyklen und Schlafstadien. Jeder Mensch hat ein individuelles, chronobiologisches und alterstypisches Schlafprofil. Es gibt auch familiäre Einflüsse auf den Schlaftyp, welche heute in die moderne Schlafberatung mit einbezogen werden.  Rund ein Drittel unseres Lebens dürfen wir in Morpheus Armen verbringen, wobei wir laut Studien seit den 1960 er Jahren ca. 30 Minuten Schlaf eingebüßt haben. Dies kann zum Beispiel durch unseren verstärkten Medien Konsum erklärt werden. Die tägliche Schlafdauer eines Erwachsenen liegt zwischen 6 und 9,5 Stunden. Schlaf ist für den Menschen wie das Aufziehen der Uhr ein zentrales und lebenswichtiges Grundbedürfnis. Schlaf ist ein Bestandteil der sogenannten zirkadianen Rhythmik (Tag-und-Nacht Rhythmus) unseres Körpers.

Als aktiver und lebenswichtiger Vorgang ist der Schlaf entscheidend für die Erholung von Erkrankungen und wirkt sich positiv auf die Wundheilung, zelluläre Immunfunktion, unsere Fähigkeit Glück zu empfinden und Leistungsfähigkeit aus.

Das Schlafzimmer ist der zentrale Ort für unseren Schlaf. Ein Schlafzimmer zu gestalten macht viel Freude weil wir gerade in diesem Raum jeden Tag unseres Lebens im Durchschnitt 8-10 Stunden verbringen.

Wenn Sie ein neues Haus bauen, sollten sie der Lage des Schlafzimmers im Haus einen intensiven Blick schenken.

 

Schlafzimmer planen und einrichten

Stellen Sie sich zuerst folgende Fragen:

  • Wo geht die Sonne auf?
  • Will ich von der Morgensonne geweckt werden?
  • Wo ist die Straßenlaterne, die dann evtl. störendes Licht ins Schlafzimmer wirft?
  •  Wieviel Sonne scheint tagsüber in das Zimmer?

Hintergrund: Licht macht wach. Wenn ich morgens von der Sonne geweckt werden will und gerne mit offenen, nicht verdunkeltem Fenster schlafe, ist ein Schlafzimmer in Richtung Sonnenaufgang perfekt. Arbeite ich Schicht - zum Beispiel in einer Klinik - möchte ich ein Zimmer, welches auch morgens kühl, dunkel und ruhig ist. Das Licht der Straßenlaternen stört den Schlaf, sofern Sie nicht mit geschlossenen Jalousien schlafen. Die überwiegende Zahl der Menschen in Deutschland liebt es bei offenem Fester zu schlafen, sollten Sie dazu gehören, planen Sie das Schlafzimmer nicht in Richtung der Straßenlaternen.

Der Klimawandel beschert uns immer länger Perioden mit heißen Sommernächten. Die optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte allerdings 18 Grad nicht übersteigen. Deshalb sind Mansarden Schlafzimmer mit einem Dachbalkon wundervoll, wenn sie den Schlafplatz im Sommer nach draußen verlegen können. Schlafzimmer auf der Nordseite profitieren von der Schattenlage genauso wie begrünte Fassaden, die um bis zu 2 Grad kühler sind als unbegrünte Fassaden. Unsere Climatic-Wand-Technologie spielt hier Ihre Vorzüge auch im Schlafbereich aus. Sie schützt vor extremen Temperaturen und hält sowohl Hitze als auch Kälte draußen. Gleichzeitig leitet sie aufgrund ihrer diffusionsoffenen Konstruktion überschüssige Feuchtigkeit von innen nach außen und reguliert so das Klima im Haus. Im Schlaf verliert jeder Mensch pro Nacht einen halben bis zwei Liter Flüssigkeit durch Atmung und Schwitzen. Deshalb ist gute Lüftung, gutes Klima im Schlafzimmer besonders wichtig.

Stellen Sie sich nun weitere Fragen:

  • Wie groß soll mein Schlafzimmer werden?
  • Will ich ein gemeinsames Schlafzimmer?
  • Wollen wir ein Familienbett? Gibt es Platz für ein Ankleidezimmer?
  •  An welcher Stelle soll die Tür eingesetzt werden?

Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, träumen viele von einem großen freistehenden Bett. Ein Trend der gerade neu aufkommt sind Schaukelbetten oder schwingende Betten. All diese Wünsche brauchen Platz, deshalb sollten sie überlegen was ist mir wichtig.

Tipp:

Hier hilft oft der Schuhkarton Trick. Bauen sie sich Ihr Traumschlafzimmer in einem Schuhkarton nach und spielen sie mit Größen und Farben.

Für die Position des Bettes im Raum gibt es außer ästhetischen auch ganz praktische Fragen, die vorab zu klären sind.

Jeder hat eine Lieblingsseite im Bett. Wer liegt wo? Wer muss nachts öfters aufstehen? (zum Beispiel wegen der Kinder oder um das WC zu besuchen.) Wenn der Partner 5x pro Nacht aufstehen muss sollten Sie das einplanen. Liegen Sie gerne auf der Fensterseite oder doch lieber mit dem Rücken zur Wand? Es sollte immer genug Platz um das Bett herum sein um bequem herum zu laufen aber auch zum Betten machen.

Schnarcht Ihr Bettpartner? Warum dann nicht zwei Schlafzimmer mit einer Verbindungstür. Getrennt schlafen tut der Partnerschaft oft sehr gut, weil beide viel ausgeruhter und gelassener in den Tag starten. Schnarchen ist ein häufiger Punkt für Stress in der Partnerschaft. Zwei Schlafzimmer sind hier eine wundervolle Lösung. Wenn Sie zwei Schlafzimmer planen ist es wünschenswert, dass die Betten trotzdem jeweils mindesten 140 breit sind, damit Sie sich gegenseitig besuchen können. Auch verhindert ein zu kleines Bett entspanntes Schlafen. Schnarchen kann natürlich auch ein Anzeichen für eine Schlaf-Atem-Störung sein. Mehr dazu finden sie in folgendem Blogbeitrag: https://lenz-schlaf-projekte.de/schlaf/schlafapnoe/schlafapnoe-ursachen-klassifikation/

Das Familienbett sollte so groß sein, dass auch der unruhige Kinderschlaf den Schlaf der Eltern nicht stört. Viele Familien bevorzugen auch modulare Lösungen die später wieder aufgelöst werden können. Achten sie hierbei auf eine pflegeleichte Ausstattung und Anordnung. Das Beziehen und Auslüften des Bettes, sollte auch bei einem riesigen Familienbett ein Kinderspiel sein.

Wundervoll ist es, wenn das Schlafzimmer nur zum Schlafen, Lesen, Kuscheln und Träumen da ist.

Ein Ankleidezimmer oder ein begehbarer Wandschrank entlastet das Schlafzimmer von den früher üblichen wuchtigen Schrankwänden, die alles zu erdrücken drohen.

Ein weiterer Megatrend ist aufräumen. Was brauche ich wirklich und was macht mich glücklich? Das weniger ist mehr Thema wird uns auch in Zukunft begleiten und das ist gut so. Ein Schlafzimmer soll luftig, leicht und klar sein. Abgelegte Kleidung, unterbügelnde Wäsche und verstaubte Winter Jacken sind kein Anblick der das Einschlafen erleichtert.

 

Die Tür lieber immer im Blick haben - auch im Schlaf

Rund 28 Mal pro Nacht wacht ein Mensch im Schnitt ganz kurz auf. Man erinnert sich nicht an diese kurzen Phasen, in denen man überprüft, ob alles in Ordnung ist. Wirklich notwendig ist das heute nicht mehr. Ein Relikt aus der Steinzeit, als es für unsere Vorfahren überlebenswichtig war, ständig auf der Hut zu sein. Psychologen konnten sogar nachweisen, dass der Mensch sein Schlafzimmer immer noch so einrichtet, wie er einst in Höhlen schlief. 70 Prozent der Probanden stellten in einer Münchner Studie ihr Bett in einer Simulation am Computer so weit wie möglich von der Tür entfernt auf. Außerdem wollten fast alle so schlafen, dass sie die Tür im Blick hatten.

Inspirationen zu Schlafzimmer-Einrichtungen finden Sie bei unseren bereits realisierten Kundenhäusern

Viel Spaß beim Entdecken!