Treppenarten im Hausbau Formen, Materialien und architektonische Wirkung

Im Hausbau ist die Treppe weit mehr als ein funktionales Bauteil. Sie verbindet nicht nur Geschosse, sondern prägt den Grundriss, strukturiert Räume und beeinflusst die architektonische Wirkung eines Hauses entscheidend. Form, Material und Platzierung der Treppe wirken sich unmittelbar auf Wohnkomfort und Raumgefühl aus. 

 

Treppenplanung im Hausbau – früh denken, ganzheitlich planen

Die Treppenplanung im Hausbau sollte von Beginn an Teil der Gesamtplanung sein. Die Lage der Treppe beeinflusst Laufwege, Raumzuschnitte, Blickachsen und die Lichtführung. Besonders in offenen Grundrissen moderner Häuser übernimmt die Treppe häufig eine verbindende und strukturierende Rolle.

Neben gestalterischen Fragen müssen auch baurechtliche Vorgaben, wie Stufenmaße, Geländerhöhen und Sicherheitsanforderungen, berücksichtigt werden. Aspekte wie Tageslicht, Beleuchtung und Oberflächenmaterialien sind entscheidend für die spätere Nutzung. Eine frühzeitige, ganzheitliche Planung sorgt dafür, dass sich die Treppe selbstverständlich in das architektonische Gesamtkonzept einfügt.

 

Wichtige Treppenarten

Wer eine Treppe im Einfamilienhaus plant, entscheidet sich in der Regel zwischen diesen drei Treppenarten: der geraden Treppe, der gewendelten Treppe oder der Podesttreppe. Jede dieser Treppenformen bringt eigene gestalterische und funktionale Vorteile mit sich. 

 

Gerade Treppen – klare Linien und ruhige Raumwirkung

Die gerade Treppe verläuft ohne Richtungswechsel, überzeugt durch klare Linien und fügt sich harmonisch in offene Grundrisse ein. Sie benötigt ausreichend Platz und wird häufig dort eingesetzt, wo Offenheit und Weite im Grundriss gewünscht sind.

 

Gewendelte Treppen – kompakte Lösungen mit architektonischem Akzent

Gewendelte Treppen verlaufen spiralförmig und sparen Fläche. Sie lassen sich flexibel positionieren, etwa im Wohnbereich oder an Galerien. Bei Wendeltreppen verändert sich die Trittbreite, was den Bewegungsablauf lenkt. Es wird zwischen viertel- und halbgewendelten Treppen unterschieden..

 

Podesttreppen – ausgewogene Planungslösungen 

Podesttreppen werden durch ein Zwischenpodest unterbrochen, was den Treppenlauf gliedert und den Bewegungsablauf sicherer macht. Sie bieten Flexibilität bei unterschiedlichen Grundrissen und vereinen Komfort mit effizienter Flächennutzung..

Treppenkonstruktionen: Die wichtigsten Bauarten im Überblick:

Neben der Form spielt auch die Konstruktion einer Treppe eine entscheidende Rolle. Sie bestimmt, wie die Treppe getragen wird und wie sie sich in den Grundriss einfügt. Im Folgenden zeigen wir die gängigsten Konstruktionsarten, die im Einfamilienhaus zum Einsatz kommen.

 

  • Wangentreppe:  Der Klassiker unter den Treppen. Die Stufen werden seitlich von Wangen getragen, was Stabilität und Sicherheit bietet. Wangentreppen lassen sich frei im Raum oder an der Wand platzieren.
  • Faltwerktreppe: Die Stufen wirken wie aus einem Guss und scheinen fast zu schweben. Diese geschlossene Treppe kommt ohne sichtbare Unterkonstruktion aus und bietet ein modernes, elegantes Design.
  • Bolzentreppe: Eine luftige, freitragende Treppe: Die Stufen werden nur durch Bolzen gehalten, teils zusätzlich an der Wand verankert. Ideal, wenn Sie Transparenz und Leichtigkeit im Raum wünschen.
  • Kragarmtreppe: Hier ragen die Stufen einzeln aus der Wand, ohne Unterbau. Die einseitige Wandbefestigung sorgt für Stabilität und verleiht Ihrem Zuhause eine puristische, schwebende Optik.

 

Offene und geschlossene Treppe – Gestaltung und Wirkung

Offene Treppen haben keine Setzstufen zwischen den Stufen, wirken leicht, modern und lassen Licht durchfließen. Sie erzeugen ein großzügiges Raumgefühl, erfordern jedoch besondere Aufmerksamkeit bei Sicherheit und Trittschutz, besonders für Kinder.

Geschlossene Treppen besitzen durchgehende Setzstufen, wirken kompakter und ruhiger, bieten zusätzlichen Trittschutz und reduzieren Schallübertragung. Die Wahl beeinflusst Optik, Komfort und Raumerlebnis im Haus maßgeblich.

 

Materialien und Gestaltung – Wirkung bewusst planen

Die Materialwahl prägt Optik, Haptik, Komfort und Sicherheit Ihrer Treppe. Neben den Stufen ist auch das Material für Handlauf und Geländer entscheidend.

  • Holz ist ein natürlicher, wohnlicher Werkstoff, der Wärme und Behaglichkeit vermittelt. Besonders Harthölzer wie Eiche, Buche oder Ahorn sind robust und langlebig und lassen sich gut mit Metall oder Glas kombinieren, um moderne Akzente zu setzen.
  • Natur- oder Kunststein überzeugt durch seine Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Marmor, Granit oder andere Natursteinarten bringen elegante Maserungen ins Haus.
  • Beton ermöglicht klare, minimalistische Designs und bietet hohe Stabilität
  • Metall oder Edelstahl eignet sich besonders für Geländer, Handläufe oder tragende Unterkonstruktionen. Dieses Material ist langlebig, pflegeleicht und erlaubt auch filigrane, moderne Designlösungen.
  • Glas wird häufig für Geländer oder seitliche Treppenwände verwendet und sorgt für Leichtigkeit, Transparenz und offene Raumwirkung.

 

Kombinationen für besondere Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Holz + Stahl: wohnlich und modern zugleich
  • Holz + Glas: Wärme trifft auf Leichtigkeit
  • Beton + Glas: klare Linien und zeitlose Eleganz
  • Metall + Glas: filigran, transparent, minimalistisch

Stauraum unter der Treppe – intelligente Flächennutzung

Gerade bei geraden Treppen oder Podesttreppen kann der Raum unter der Treppe sinnvoll genutzt werden. Er bietet Platz für Einbauschränke, Abstellräume oder kleine Kammern. Eine frühzeitige Planung sorgt dafür, dass Stauraum entsteht, ohne Grundriss oder Raumwirkung zu beeinträchtigen.

Abstellraum unter der Treppe

 

 

FAQs zu Treppenarten im Hausbau: 

 

1. Welche Treppenarten gibt es?
Im Einfamilienhaus kommen meist gerade Treppen, gewendelte Treppen oder Podesttreppen zum Einsatz. Gerade Treppen bieten klare Linien und Komfort, gewendelte Treppen sparen Platz, und Podesttreppen kombinieren Sicherheit mit Flexibilität.

2. Offene oder geschlossene Treppe – worin liegt der Unterschied?
Offene Treppen haben keine Setzstufen, wirken leicht und modern und lassen Licht durchfließen. Geschlossene Treppen mit durchgehenden Setzstufen sind kompakter, bieten mehr Trittsicherheit und wirken ruhiger im Raum.

3. Welche Materialien eignen sich für Treppenstufen und Geländer?
Beliebte Materialien sind Holz, Beton, Natur- oder Kunststein, Metall/Edelstahl und Glas. Kombinationen wie Holz + Glas oder Beton + Glas ermöglichen individuelle Gestaltung.

4. Welche Konstruktionsarten gibt es bei Treppen?
Gängige Treppenkonstruktionen sind Wangentreppe, Faltwerktreppe, Bolzentreppe und Kragarmtreppe. Jede Bauweise bietet Vorteile in Stabilität, Design und Raumwirkung.

5. Kann man unter der Treppe Stauraum nutzen?
Ja, besonders bei geraden Treppen oder Podesttreppen lässt sich der Raum unter der Treppe ideal für Einbauschränke, Abstellräume oder kleine Kammern nutzen.

6. Worauf sollte man bei der Treppenplanung achten?
Neben Form und Material spielen Sicherheit, Geländerhöhen, Stufenmaße, Lichtführung und baurechtliche Vorgaben eine Rolle. Eine frühzeitige Planung stellt sicher, dass die Treppe sich harmonisch ins Hauskonzept einfügt.

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